Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in - Experimentelle Pflanzenökologie/Wi
Verfasst am 2026-09-22
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Forschung/Entwicklung
Forschungswissenschaftler, Biologie -
Wissenschaft
Forschungswissenschaftler, Umweltwissenschaft, Biologie
Location: Greifswald
Am Institut für Botanik und Landschaftsökologie
, AG Experimentelle Pflanzenökologie der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald ist vorbehaltlich haushaltsrechtlicher Regelungen
ab 01.01.2027
, befristet bis zum 31.03.2030
, eine Stelle als teilzeitbeschäftigte
* r (65v.H.)
wissenschaftliche
* r Mitarbeiter
* in Waldökologie
zu besetzen. Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TV-L Wissenschaft.
Die AG Experimentelle Pflanzenökologie am Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald arbeitet zu verschiedenen Themen der Waldökologie und Moorforschung. Wir verbinden Grundlagenforschung mit Anwendungsbezug und Praxisrelevanz. Ein Fokus ist die Erforschung von Prozessen im Wurzelraum der Pflanzen, welche wir mit modernsten Techniken betreiben. Zwischen⅓ und mehr als ¾ der pflanzlichen Biomasse wird unterirdisch produziert. Wurzeln sind entscheidend für die Wasser- und Nährstoffaufnahme und damit das Wachstum der Pflanzen, gerade auch im Klimawandel mit den häufiger und stärker werdenden Trockenphasen.
Trotz dieser autökologischen und ökosystemaren Bedeutung ist über die Dynamik von Wurzelwachstum bislang wenig bekannt. Klar ist allerdings, dass das Wurzelwachstum nicht direkt mit der oberirdischen Wachstumsdynamik korreliert.
In der AG Experimentelle Pflanzenökologie setzen wir verschiedene Methoden ein, um das Wurzelwachstum zu quantifizieren und zu verstehen. Dazu zählen Ingrowth-Cores, Litterbags, Marker Horizons und ganz besonders Minirhizotrone. Bei diesen handelt es sich um Plexiglasröhren, die in der Rhizosphäre installiert werden und mithilfe eines Scanners die Beobachtung der Wurzelentwicklung ermöglichen. Die Methode wurde in vergangenen Projekten unserer AG erheblich weiterentwickelt. Durch die Automatisierung des Scanners kann nun das Bildmaterial in gewünschter zeitlicher Auflösung direkt aus dem Gelände in Datenbanken übertragen werden, und die Auswertung der Scans erfolgt automatisiert über KI-Algorithmen („Root Detector“).
Damit stehen nun Werkzeuge zur Verfügung, die völlig neue Einblicke in die raum-zeitliche Dynamik des Wurzelwachstums erlauben.
Die hier ausgeschriebene Stelle soll diese Methoden im Freiland und in kontrollierten Experimenten anwenden und weiterentwickeln. Technischer Support steht zur Verfügung.
An Freilandstandorten in Buchenwäldern Nordostdeutschlands und Nordwestpolens sind bereits langjährige Beobachtungsreihen etabliert, in denen oberirdisches Wachstum (Dendrometer), Phänologie (Phenocams) und Wurzelwachstum (manuellen Minirhizotronscans) aufgenommen wurden. Diese Messreihen sollen fortgeführt und um automatische Wurzelscanner erweitert werden und dann hinsichtlich des Zusammenspiels von ober- und unterirdischer Wachstumsdynamik ausgewertet werden. Ebenso sind kontrollierte Experimente in Mesokosmen oder Einzeltöpfen möglich und erwünscht. Z.B. könnte hier die Frage nach der Bedeutung der Etablierungsphase von Waldbäumen für ihre spätere Wurzelarchitektur und damit auch ihre spätere Anpassungsfähigkeit an Dürrestress untersucht werden.
Eigene Schwerpunkt- und Profilbildung ist eindeutig erwünscht!
Arbeitsaufgaben:- Datenerhebung in Freilandstandorten und deren Auswertung
- Planung, Durchführung und Auswertung von kontrollierten Experimenten
- Veröffentlichung der erzielten Ergebnisse in wissenschaftlichen Fachzeitschriften
- Ziel ist eine kumulative Promotion zum Thema
- Zum Zeitpunkt der Einstellung vorliegender Master-Abschluss (oder gleichwertig) in Biologie, Ökologie, Geoökologie oder einer anderen verwandten Disziplin
- Solide Wissensbasis in Pflanzenökologie, vorteilhaft sind Kenntnisse in Waldökologie und Wurzelwachstum
- Erfahrung mit und Lust auf statistische Analysen von…
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