Wissenschaftliche Mitarbeit; m/w/d im Projekt Waldrandbeweidung
Verfasst am 2026-02-24
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Forschung/Entwicklung
Forschungswissenschaftler, Biologie -
Wissenschaft
Umweltwissenschaft, Forschungswissenschaftler, Biologie
Wissenschaftliche Mitarbeit (m/w/d) im Projekt Waldrandbeweidung
An der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) in Göttingen – einer gemeinsamen Einrichtung der Länder Niedersachsen, Hessen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein – ist im Sachgebiet Arten- und Biotopschutz der Abteilung Waldnaturschutz im Rahmen des vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) über das „Bundesprogramm Biologische Vielfalt“ geförderten Verbundvorhabens „Weidetiere schaffen Landschaft“ (WSL), Arbeitspaket 1.4 „Dynamische Waldrandgestaltung durch extensive Beweidung“, die Stelle der wissenschaftlichen Mitarbeit zum nächst möglichen Zeitpunkt und befristet bis zum 29.02.2032 mit 0,65-Stellenanteil zu besetzen.
Die Besetzung der Stelle steht unter dem Vorbehalt der Projektbewilligung. Bewerbungsfrist: bis zum 03.03.2026
Das Verbundprojekt „Weidetiere schaffen Landschaft – Gemeinsam für mehr Vielfalt im Hotspot 17“ wird im Hotspot der biologischen Vielfalt 17, dem „Werratal mit Hohem Meißner und Kaufunger Wald“ (Hessen, Niedersachsen, Thüringen), durchgeführt. Im transdisziplinären Partnerverbund werden neue Potenziale zum Ausbau der Biotopverbünde und zur Anpassung des Biotopmanagements unter zunehmendem Flächennutzungsdruck und sich verschärfenden Klimawandelbedingungen ausgelotet, erprobt und die Integration von multifunktionalen Nutzungskonzepten angestrebt.
Die Universität Kassel (Fachgebiet Landschafts- und Vegetationsökologie) koordiniert die übergreifenden Arbeiten im Verbundprojekt. Weitere Verbundpartner sind der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land, der Werra-Meißner-Kreis, der Landschaftspflegeverband Eichsfeld-Hainich-Werratal sowie die NW-FVA.
Das an der NW-FVA angesiedelte Arbeitspaket 1.4 „Dynamische Waldrandgestaltung durch extensive Beweidung“ befasst sich mit dem Erhalt und der dynamischen (Weiter-)Entwicklung von strukturreichen, halboffenen Waldrändern als Grenzbiotop (Ökoton) zwischen Offenland und Wald durch Beweidung. Das Hauptziel besteht darin, an rund zehn Standorten (Transektflächenpaaren) wissenschaftliche Erkenntnisse zu sammeln und zu erproben, inwieweit sich beweidete Waldränder als Habitate für gefährdete Arten lichter Wälder und halboffener Übergangsbereiche eignen und als Ausweichhabitate für klimawandelflüchtige Arten des Offenlandes dienen können.
Auf den Transektflächenpaaren (beweidet/unbeweidet) findet eine Erfassung der Vegetation, der Waldstruktur (einschließlich der Baummikrohabitate) sowie ausgewählter Tiergruppen statt.
Wissenschaftliche Bearbeitung und Koordination der Projektinhalte, u. a. Festlegung der zu untersuchenden Waldrandbereiche und Transekte sowie Anpassung des Untersuchungsdesigns an die lokalen Verhältnisse in Abstimmung mit den Verbundpartnern, Flächeneigentümern und Weidetierhaltern.
Eigene Durchführung von Felduntersuchungen und Arterfassungen (Vegetation, Waldstruktur, Vögel, Fledermäuse, Haselmaus, Reptilien) sowie Vergabe von Aufträgen und Einweisung von Unternehmern.
Abstimmung mit Verbundpartnern und externen Kooperationspartnern.
Wissenschaftliche Datenauswertung.
Erarbeitung von Ergebnisberichten.
Veröffentlichung der Ergebnisse des Vorhabens in anerkannten wissenschaftlichen Zeitschriften sowie in Form von praxisnahen Publikationen und Praxisinformationen, Miterstellung eines Videobeitrags.
Präsentation der Projektergebnisse auf Tagungen und in Fachgremien.
Durchführung eines interdisziplinären Praxisworkshops mit Akteuren aus Naturschutz, Landwirtschaft und Forst.
Mitwirkung bei der Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten.
QualifikationenEin mit Master oder Diplom abgeschlossenes Hochschulstudium der Forstwissenschaften, Biologie, Geographie oder vergleichbarer Fachrichtungen.
Einschlägige Promotion und/oder durch Publikationstätigkeit nachgewiesene Befähigung zur wissenschaftlichen Arbeit.
Vertiefte Fachkenntnisse in den Bereichen Waldökologie, Waldnaturschutz, naturschutzfachliches Monitoring, Waldstrukturerfassung, Bioakustik, KI-gestützte Artdetektion sowie Datenmanagement und
-analyse.
Hohes Maß an sozialer Kompetenz.
Fähigkeit der systematischen Bearbeitung komplexer Vorgänge.
Fähigkeit zu kommunikativer Arbeitsweise, Erkennen…
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