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Die letzte Lebenszeit kann wertvoll sein

in 34119, Kassel, Hessen, Deutschland
Unternehmen: Marienkrankenhaus Kassel gGmbH
Vollzeit position
Verfasst am 2026-01-15
Berufliche Spezialisierung:
  • Pflegepersonal
    Krankenpflege Gesundheitswesen
Stellenbeschreibung

MONTAGSINTERVIEW - Palliativmedizinerin Dr. Nina-Kristin Eulitzüber Sterben
VON PAMELA DE FILIPPO, 16.09.2024, Hessische Allgemeine (Kassel Mitte/Kassel)

MONTAGSINTERVIEW - Palliativmedizinerin Dr. Nina-Kristin Eulitzüber Sterben
VON PAMELA DE FILIPPO, 16.09.2024, Hessische Allgemeine (Kassel Mitte/Kassel)

Palliativmedizinerin Dr. med. Nina-Kristin Eulitz, Marienkrankenhaus Kassel Die Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden, aber auchder Umgang mit Todeswünschen stehen im Mittelpunkt des 8. Kasseler Hospiz- und Palliativtags am Mittwoch, 18. September. Dort wird unter anderem Dr. Nina-Kristin Eulitz, Leiterin des Palliativmedizinischen Zentrums am Marienkrankenhaus, über ihre Erfahrungen sprechen. Im Interview schildert sie, warum die letzte Lebenszeit oft besonders intensiv gelebt wird und wie ihr Team Patienten in dieser Phase unterstützt.

Frau Dr. Eulitz, eine Palliativstation wird von den meisten Menschen mitTod, Sterben und Leid in Verbindung gebracht. Wie würden Sie Ihren Arbeitsort beschreiben?

Ziel unserer Arbeit ist es, Menschen mit schweren und lebenslimitierenden

Krankheiten eine bestmögliche Lebensqualität bis zum Lebensende zu ermöglichen, also Leid wirksam zu lindern. Mehr als 60 Prozent unserer Patienten kehren nach einer stabilisierenden Behandlung sogar in ihr gewünschtes Lebensumfeld zurück. Aber natürlich kann die Palliativstationauch ein Schutzraum sein, in dem die letzte Lebenszeit bis zum Tod verbracht wird – unterstützt und begleitet von einem multiprofessionalen Ärzteteam, hochqualifizierten Pflegekräften, Seelsorgern, Therapeuten für Familientherapie oder Musiktherapie und ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Sokann die letzte Lebenszeit zu etwas sehr Wertvollem und sogar Schönemwerden.

Wie häufig wird auf der Palliativstation gelacht?

Wir lachen gern und viel auf unserer Station. Wenn das Leid gelindert ist,können die Menschen auf der Palliativstation ihren Humor wiederfindenund dann ist – auch gemeinsames – Lachen möglich. Außerdem wird dieZeit intensiver ausgekostet, wenn sie begrenzt ist. Manchmal gelingen indieser Lebensphase Begegnungen, Gespräche oder Entscheidungen, diegerade erst durch diese Intensität der begrenzten Zeit möglich werden.

Das ist für alle Beteiligten sehr kostbar. Auch Lebensereignisse wie Hochzeit, Taufe oder Geburtstagsfeiern sind Teil des Lebens auf unserer Palliativstation.

Gibt es einen guten Weg, sich auf den eigenen Tod vorzubereiten?

Wir dürfen nicht vergessen, dass es auch die Möglichkeit gibt, dankbar und lebenssatt zu sterben. Deshalb glaube ich, dass es die beste Art der Vorbereitung ist, das Leben ehrlich und übereinstimmend mit den eigenen Vorstellungen zu leben. Entscheidungen, die vor 20 Jahren nicht getroffen oder Beziehungen, die seit Jahren nicht geklärt wurden, können manchmalnicht nachgeholt werden. Es kann hilfreich sein, die Blickrichtung auf das Gelungene zu richten und zu überlegen, welche Werte, Erfahrungen und Erinnerungen man zurücklassen und weitergeben möchte.

Wie

kann das Team der Palliativstation Patienten und Angehörige bei diesem Prozess unterstützen?

Wir unterstützen Menschen in ihrer Trauer- und Abschiedsarbeit. Schwierigist es, wenn Menschen das Gefühl haben, dass das eigene Leben nochnicht ausgeschöpft ist, oder der Abschied von einem geliebten Menschenschwerfällt. Eine gute Symptomkontrolle ist hier eine wichtige Grundlage.

Denn nur wenn die körperlichen Beschwerden ausreichend gelindert sind,kann ein Mensch seine Kraft in die notwendigen inneren Prozesse investieren. Darüber hinaus sind wir an der Seite der Menschen, hören zu, beraten und unterstützen falls gewünscht auch psychotherapeutisch oder seelsorgerlich.

Es heißt, in der letzten Lebensphase lässt man das eigene Leben noch einmal Revue passieren. Was beschäftigt – Ihrer Erfahrung nach – die Sterbende dann noch einmal?

Es sind tatsächlich die inneren, zwischenmenschlichen und auch spirituellen Themen. So habe ich von einem Patienten noch nie gehört: „Ach, hätte ich in meinem Leben doch mehr verdient.“ Stattdessen bereuen Menschen oft, nicht mehr Zeit mit den geliebten Menschen verbracht zu haben. Auch existenzielle Fragen nach dem Sinn von…

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